Kreislaufwirtschaft mit Herz
Es war einer dieser besonderen Tage, an dem ganz viel zusammenpasst. Ende September, bei herrlichem Spätsommerwetter, verwandelte sich die Maternstraße rund um unseren „Central Park“ wieder in eine kleine, quirlige Einkaufsstraße mit einem bunten und überraschend abwechslungsreichem Warenangebot; Kleidung, Spielzeug, Geschirr, Kleinmöbel, analoge und digitale Technik, Kuriositäten und auch ein paar echte Kostbarkeiten. Kurz, ein typischer Kiezflohmarkt. So, wie man ihn sich wünscht.
Wie in den vergangenen drei Jahren zuvor auch, wurde der Bergstadt Basar von unserem Bürgerverein Untere Historische Bergstadt veranstaltet. Und die Nachfrage übersteigt mittlerweile das Angebot. „Die Tische gingen weg wie warme Semmeln – schon Mitte August waren wir ausgebucht“, erzählt Basar-Co-Organisatorin Bianca Wenzel.

Vertraute Rollen, zwischen Feilschen und Finden
Von spätem Vormittag bis zum Nachmittag war die Maternstraße stets gut besucht. Und wer selbst hinter einem Tisch stand, durfte sie alle wieder treffen: die liebgewonnenen Flohmarktcharaktere. Da war der semiprofessionelle Frühaufsteher, der schon während des Aufbaus die halbausgepackten Kisten nach Schnäppchen durchmustert. Die Nostalgikerin, die freudig-melancholisch seufzt: „Genau die Schlümpfe hatte ich auch.“ Die freundliche aber mit der Eisenfaust verhandelnde Kindersachen-Käuferin: „Drei Euro für alles passt doch, oder?“
Nicht zu vergessen, den Jäger des verlorenen Schatzes, der auf den Bares-für-Rares-Fund seines Lebens hofft – und vielleicht sogar gefunden hat. Die Nachhaltige, die sich über schicke Kleidungsstücke freut, die nicht neu produziert werden müssen. Die Zufallsgäste, die eigentlich auf dem Weg hinauf zum Jakobsplatz waren und nun mit einem Schmuckkästchen oder einer neuen Teetasse weiterziehen. Und dann natürlich die Lieblingsgäste eines jeden Verkaufstisches; jene, die eigentlich gar nichts brauchen, gar nichts kaufen wollen und dann den halben Tisch leeräumen: „Ihr habt aber auch so tolle Sachen hier.“

Ein reichhaltiges Warenangebot ist nicht alles
Was unseren Bergstadt Basar aber letztendlich so charmant macht, sind nicht nur die zahlreichen Stände und deren gutgelauntes „Verkaufspersonal.“ Sondern auch – und das ganz besonders – unsere vielen Quartiersmusiker an Klavier, Gitarre, Klarinette und Gesang (mit sehr guter Songauswahl), die dem ganzen Verkaufstreiben erst seine beschwingte Atmosphäre verleihen. Sowie, nicht weniger wichtig, unser mit viel Engagement betriebener Essens- und Getränkestand mit selbstgebackenen Kuchen, gutem Kaffee, Flammkuchen aus dem Ofen und Tischen zum Ratschen, Gucken und Pausieren.




„Es war ein Tag, der zeigte, wie lebendig, heiter und herzlich unser kleines Viertel ist“, bilanziert Mitorganisatorin Julia Hardt, und fügt hinzu: „Danke, dass ihr alle dabei wart, mitgemacht habt und unseren Bergstadt-Basar erneut zu einem der Lieblingstage im Quartier gemacht habt. Wir freuen uns alle schon auf das nächste Mal!“
Abspann – unser 4. Bergstadt-Basar in der Unteren Historischen Bergstadt
am Samstag, 20. September 2025 in der Maternstraße
Organisation und Regie
Julia – Bianca – Gregor – Armin
Grafikdesign für den Flyer
Laura
Bühne & Musik
Matze – Stephanie – Familie Müller – Till – Debo –
und eine sehr fröhliche Schar von Kindern
Kulinarische Leitung
Kuchenbäckerinnen und -bäcker aus der Nachbarschaft
Service & Verkauf
Unsere kleinen und großen Helfer an der Kuchentheke und am Süßigkeitenstand
Marktstände & Ideen
Unsere alten Hasen der ersten Berg-Basar-Stunde und alle neuen Gesichter, die den Basar so farbenfroh und vielfältig gemacht haben.
Dank an
alle, die gelächelt, geschleppt, gebacken, verkauft, gespielt, gesungen, Autos eingewiesen, auf- und abgebaut, gefegt, mitgedacht oder einfach dabei gewesen sind
Produktion:
Bürgerverein Untere Historische Bergstadt e. V.
Mit Unterstützung von:
den Bewohnerinnen und Bewohnern der Unteren Historischen Bergstadt im schönen Bamberg.
Besonderer Dank:
an das Wetter – für Sonne und spätsommerliche Wärme.

