Der Plan für Torschuster, Sutte und Matern
Auf dem Weg zur Verkehrsreduzierung. Hier findet Ihr die Punkte des Verkehrsentwicklungsplans 2030 (VEP), die unser Gebiet betreffen.
Bitte beachtet: „Der Maßnahmenkatalog stellt die begleitende Handlungsanleitung des VEP dar und soll Grundlage und Entscheidungshilfe für späteres Handeln sein. Er ersetzt keinesfalls die vor der Umsetzung in politischen Gremien erforderliche Diskussionen und Beschlüsse von größeren Einzelmaßnahmen . Er gibt aus gutachterlicher Sicht im Sinne der gesetzten Ziele die erforderliche Richtung vor, schafft aber kein Vorentscheidung der aufgeführten Maßnahmen.“
Sichere und leistungsfähige Infrastruktur auf Hauptverkehrsstraßen (St 2-1c)
Prüfung Abbindung von Sutte und Maternstraße, Tordurchfahrt als Nebenarm und Mischverkehrsfläche
(vgl. Fb 2-2 und Fb 2)
Prüfung der Abbindung Sutte/Maternstraße vom Torschuster (St 4-7)
Die Anwohner der Sutte und Maternstraße klagen schon lang über zu viel Verkehr- und Lärmbelastung in diesen engen Straßenräumen. Die Situation am Torschuster hingegen ist für Fußgänger riskant und der Knoten schlecht einsehbar.
Verkehrsuntersuchungen zeigen auf, dass eine Abbindung der Sutte und Maternstraße nach Norden (Jakobsplatz/Torschuster) eine wirksame Maßnahme zur Verkehrsentlastung des Berggebiets darstellen und zudem zu keinen unzumutbaren Verlagerungen an anderen Stellen führen würde.
Die Erfahrungen während der Sperrung im Rahmen des Umbaus Sutte zeigten dies auf. Durch P&R-Angebote in das Berggebiet lassen sich zudem Belastungen im Stadtkern reduzieren und Kfz-Fahrten auf den Umweltverbund verlagern (vgl. Fb 2-2 und Fb 2-3).
Die weitere Prüfung (z. B. im zuvor genannten Innenstadtkonzept) und Realisierung einer solchen Maßnahme wird daher empfohlen.
Aufwertung des Knotenbereichs Am Knöcklein / Maternstraße / Sutte / Altenburger Straße (Fb 2-2c)
Umgestaltung des gesamten Knotenbereichs mit abgestimmtem, farblich andersartigem Oberflächenbelag (historisch dezent); niveaugleich mit leicht abgesetzter Fahrbahnfläche der Altenburger Straße – Am Knöcklein (vorfahrtberechtigt).
Integration der Haltestelle (hierzu Abweichung von der Ebenerdigkeit/Hochbord) und Radwegeausfahrt Domgrund; zusätzlich Sitzmobiliar.
Ausweisung als verkehrsberuhigter Bereich ermöglicht flächiges Queren und gewährleistet trotzdem den Verkehrsfluss.
Abbinden von Maternstraße und Sutte am Torschuster, um Kfz-Zahlen zu reduzieren (die aktuell für einen verkehrsberuhigten Bereich noch zu hoch sind).
Zufahrt von Süden lediglich für Anlieger frei (vgl. Fb 2-4).
Optimierung des Bereichs Torschuster (Fb 2-2e)
Abbindung des südlichen Arms (Maternstraße/Sutte), vgl. Fb 2-3.
Farblich abgesetzte Pflasterung des gesamten Knotenbereichs (nach Osten bis zur Domstraße) als Mischverkehrsfläche (Prüfung keiner Gehwege im Tor) mit leicht abgesetzter Fahrbahn von Jakobsplatz – Michelsberger Straße.
Kontakt-LSA für das Tor (Dauergrün für West-Ost-Richtung, Anmeldung von Osten aus, Komplettsperrung bei durchgangswilligen Fußgängern).
Ausreichend breite Fläche westlich des Tors lassen, um Abbiegen in Michelsberger Straße und gleichzeitig wartende Kfz Richtung Osten zu ermöglichen.
Warnschild „Fußgänger“ auf beiden Seiten des Tors.
Abbindung Sutte/Maternstraße am Torschuster (Fb 2-3a)
Um den Kfz-Verkehr in den engen Straßenräumen Sutte und Maternstraße zu reduzieren sowie die Knotensituation am Torschuster zu entspannen, ist die Abbindung der beiden Straßen (Sutte/Maternstraße) am Torschuster zielführend.
Die derzeitige Durchfahrmöglichkeit ist nicht nur kritisch für die Anwohner, sondern auch für weitere Fußgänger, darunter viele Schüler auf dem Weg zur Domschule, der Montessori-Schule oder dem Kaiser-Heinrich-Gymnasium, dem Don Bosco-Hort sowie der Musikschule.
Dazu wird der südliche Arm des Knotens am Torschuster für den Kfz-Verkehr gesperrt. Sutte und Maternstraße bleiben von Süden für Anlieger jedoch weiterhin befahrbar. Der Durchgangsverkehr würde damit gänzlich in diesem Bereich herausgenommen (je Straße rund 2.000–2.600 Kfz/Tag weniger). Im Gegenzug entstünden Verkehrszunahmen am Unteren Kaulberg (ca. +1.500 Kfz/Tag) sowie in Wildensorg (ca. +600 Kfz/Tag), die jedoch deutlich geringer ausfallen und somit abwickelbar sind. Die jüngste Sperrung während der Baustellensituation zeigte, dass eine solche Maßnahme verkehrlich leistbar ist.
Den kompletten Plan als pdf-Datei gibt es hier zum herunterladen.
